GF46.30-P-2100-01A Lenkhelfpumpe Funktion    

Grundfunktion
Die Drehung der Antriebswelle und damit auch des Rotors bewirkt, daß die im Rotor geführten Flügel durch die entstehende Fliehkraft in radialer Richtung an die Laufbahn des feststehenden Kurvenringes gedrückt werden. Dies wird durch Drucköl unterstützt, das vom Druckraum über Bohrungen und Nuten an die innenliegenden Stirnflächen der Flügel gelangt.
Zwischen den zehn Flügeln werden somit zehn gegeneinander abgegrenzte Pumpzellen gebildet. Bei zunehmendem Volumen wird nun Öl aus dem Vorratsbehälter (B) angesaugt und bei abnehmendem Volumen Öl in den Druckraum (A) gedrückt.
Da sich durch die Form des Kurvenringes jeweils zwei Saug- und Druckzonen gegenüberliegen, fördert jede der zehn Pumpenzellen pro Umdrehung der Antriebswelle zweimal ihr Volumen.
Außerdem heben sich durch diese doppelte Anordnung der Saug- und Druckzonen die am Rotor wirksam werdenden hydraulische Radialkräfte auf.

c drucklos
f druckbeaufschlagt
A zum Lenkgetriebe
B vom Vorratsbehälter
 
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Bild 1 Mengenregelventil (30t) geöffnet   a geregelter Druck/Menge
c drucklos

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Bild 2 Mengenregelventil (30t) geschlossen   c drucklos
f druckbeaufschlagt

Ölmengenregelung
Die Lenkhelfpumpe wird vom Motor mit wechselnden Drehzahlen angetrieben. Zur Servounterstützung ist aber ein konstanter Ölstrom erforderlich.
Da bei höheren Motordrehzahlen mehr Öl gefördert wird als notwendig, wird das zuviel geförderte Öl über das geöffnete Mengenregelventil (30t) in den Vorratsbehälter zurückgeleitet.
Das Mengenregelventil bewirkt somit, daß dem Lenkgetriebe über den gesamten Motordrehzahlbereich ein konstanter Ölstrom zugeführt wird.

Motor AN, Lenkrad nicht betätigt:
Das von den Flügelzellen erzeugte Drucköl wird über die kalibrierte Bohrung (9a) zum Lenkgetriebe und zusätzlich über die Bohrung (9b) zur Federkammer hinter dem Mengenregelventil (30t) geleitet.
Die kalibrierte Bohrungen (9a, 9b) drosseln den Ölstrom so, daß in der Federkammer hinter dem Mengenregelventil (30t) ein geringerer Öldruck herrscht als auf der Seite des Hochdruckraumes. Das Mengenregelventil (30t) öffnet (Bild 1) und das überschüssige Drucköl fließt in den Vorratsbehälter zurück.


 










Motor AN, Lenkrad betätigt:
Durch das steigende Druckniveau hinter der Drosselbohrung (a) steigt auch der Druck hinter dem Mengenregelventil. Das Mengenregelventil (30t) schließt (Bild 2) und bleibt in seiner Grundstellung.

Erhöhte Motordrehzahl:
Steigt mit zunehmender Motordrehzahl die Ölmenge an, so entsteht durch die kalibrierte Bohrung (9a) wieder eine größere Druckdifferenz. Das Mengenregelventil (30t) wird gegen die Feder (30s) gedrückt und die zuviel geförderte Ölmenge kann in den Vorratsbehälter zurückfließen (Bild 1).

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Mengenregelventil (30t) geöffnet   c drucklos
f druckbeaufschlagt

Druckbegrenzung
Zum Schutz des Lenksystemes vor Überbelastung ist im Mengenregelventil (30t) ein Druckbegrenzungsventil (49d) eingebaut. Es öffnet je nach Lenkhelfpumpentyp zwischen 65 und 125 bar Überdruck.
 
Dies ist z. B. bei vollem Lenkeinschlag gegeben, was durch einen hellen schwirrenden Pfeifton hörbar ist.